Pfotenweisheiten (14) - Silvester: Ein stressiges Fest für Tiere
Hallo liebe Menschen,
ich bin Lotti und heute möchte ich ein Thema ansprechen, das mir und vielen anderen Tieren jedes Jahr aufs Neue Sorgen bereitet: Silvester. Jedes Jahr freue ich mich auf die vielen Leckerlis und die Aufmerksamkeit von euch, aber dann kommt der Augenblick, auf den wir Tiere wirklich gerne verzichten könnten – das laute, ohrenbetäubende Geböller!
Die leisen Schrecken von Silvester
Für uns Hunde ist Silvester ein Albtraum. Das laute Knallen, die grellen Lichter und der ständige Lärm machen uns Angst. Viele von uns Hunde haben keine Möglichkeit, zu verstehen, was da draußen vor sich geht. Wir sehen nur, dass die Welt um uns herum plötzlich bedrohlich und unberechenbar wird. Besonders empfindliche Tiere – nicht nur Hunde, sondern auch Katzen und viele andere Tiere – leiden sehr unter diesem Stress.
Der Lärm beginnt früher und endet später
Was viele nicht wissen: Es ist nicht nur der Silvesterabend selbst, der uns in Panik versetzt. Das Geböller beginnt oft schon ein paar Tage vor dem 31. Dezember – obwohl es an vielen Orten gar nicht erlaubt ist! Und der Lärm hört leider auch nach Mitternacht nicht immer auf. Auch im neuen Jahr werden immer wieder Raketen gezündet und Böller abgefeuert. Das heißt, der Stress dauert für uns manchmal mehrere Tage. Für uns Tiere ist das eine unaufhörliche Belastung, die uns das Leben schwer macht.
Die Folgen für uns Tiere
Die Auswirkungen des Silvesterlärms sind nicht zu unterschätzen. Viele Tiere haben Panikattacken, einige verstecken sich in Ecken, versuchen zu entkommen oder zittern vor Angst. In extremen Fällen kann der Stress sogar zu gesundheitlichen Problemen wie Herzrasen oder Kreislaufproblemen führen. Haustiere versuchen oft, sich zu befreien, was zu Verletzungen oder Unfällen führen kann.
Ein weiteres großes Problem: Die Gefahr von Feuerwerkskörpern. Wir wissen alle, dass Silvester mit leuchtenden Raketen und knallenden Böllern gefeiert wird, aber diese stellen für uns Tiere auch eine große Gefahr dar. Es gibt viele Fälle, in denen Tiere verletzt werden, weil sie vor den lauten Geräuschen fliehen oder durch Feuerwerkskörper direkt verletzt werden.
Für was setzt du dich ein?
Wenn du vegetarisch oder vegan lebst, weil du Tiere schützen möchtest, dann solltest du vielleicht auch beim Thema Silvester nachdenken. Der Schutz von Tieren geht über die Ernährung hinaus. Wenn du umweltbewusst bist und dich für eine bessere Zukunft einsetzen möchtest, dann solltest du auch auf das Feuerwerk verzichten. Denn jedes Jahr wird eine riesige Menge an Feuerwerk abgebrannt, was nicht nur uns Tieren, sondern auch der Umwelt schadet. Die lauten Geräusche und die giftigen Rückstände belasten uns und die Natur.
Damit wir Hunde Silvester trotzallem sicher und entspannt überstehen, habe ich ein paar Tipps für euch:
1. Schafft mir eine ruhige Zone:
Wenn der Lärm losgeht, brauche ich einen sicheren Rückzugsort. Ein Zimmer ohne Fenster, in dem es ruhig und dunkel ist, hilft mir, mich zu entspannen. Vielleicht könnt ihr mir sogar meine Lieblingsdecke und ein Spielzeug hinstellen, damit ich mich sicher fühle.
2. Bleibt bei mir:
Es hilft mir, wenn ich nicht allein bin, während der ganze Lärm passiert. Bleibt bei mir, spricht beruhigend mit mir und zeigt mir, dass ich nicht alleine bin. Eure Nähe gibt mir Sicherheit.
3. Kein Blick auf das Feuerwerk:
Ich weiß, das Feuerwerk ist für euch ein Spaß, aber für mich ist es wirklich beängstigend. Haltet mich während des Feuerwerks drinnen und lasst mich nicht dem lauten Knallen ausgesetzt sein.
4. Leine anlegen, wenn wir raus müssen:
Falls ihr doch mal mit mir nach draußen geht, weil ihr den Jahreswechsel feiern wollt, denkt daran, mich an der Leine zu halten. In meiner Panik könnte ich weglaufen, und das wäre gefährlich. Ein Sicherheitsgeschirr oder eine doppete Sicherung an Halsband und Leine gibt mir zusätzlich Sicherung
Ich hoffe, ihr sorgt dafür, dass wir zusammen ein stressfreies Silvester haben. Denn ganz ehrlich: Das Feuerwerk mag ja für euch lustig sein, aber für uns ist es eher der Beginn einer langen, lauten Nacht. Wenn ihr auf mich achtet und mir diese kleinen Freiheiten gönnt, kann ich das neue Jahr viel entspannter begrüßen.
Wuffende Grüße,
Lotti